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Rasmus Thomesøns HofDas Wohnhaus dieses Bauernhofes war das erste Gebäude des Museums. Als Karl Hjarne Hansen 1911 diesen Hof kaufte und das Wohnhaus erneuern wollte, es deshalb abgerissen werden sollte, setzte Søren Knudsen seine ganze Kraft ein, um das schöne Haus zu retten. Im Gemeindehaus von Glud wurde eine Versammlung abgehalten, aus der 12 Personen gewählt wurden, die für die Sache arbeiten sollten: Unter diesen 1 Bauer, 1 Lehrer, 1 Pastor, 1 Arzt und 1 Handwerker (Søren Knudsen). Weitere Versammlungen fanden statt, die Sache wurde besprochen, Aktien für 800 Kr wurden gezeichnet, dazu kam eine Zusage einiger hundert Kr. vom Gutsbesitzer Schou, Palsgård. Man konnte weitere Zuschüsse von der Kommune, vom Kreis und vom Staat erwarten. Trotzdem meinte der Ausschuß, daß die Sache zu riskant war. Und Søren Knudsen stand dann doch alleine mit der großen Aufgabe. Die Bevölkerung der Gegend versprach, ihn zu unterstützen, und mit Beiträgen von: Lehnsgraf Mogens Frijs, Gemeindehaus Glud, Kreis Vejle, Verein zur Bewahrung alter Gebäude begann Søren Knudsen die Arbeit, das Wohnhaus abzutragen. Das ganze Haus wurde auf Schubkarren an seinen jetzigen Platz gebracht. Im November 1911 kam das Wohnhaus wieder unter Dach. Mit Hilfe eines Zimmermanns wurden die Innenteile im Laufe des Winters restauriert und angebracht. Es fehlte vieles, aber Søren Knudsen fand in der Umgebung sehr viel brauchbares Material. Das Wohnhaus konnte am 5. Mai 1912 für die Besucher geöffnet werden. Später im Sommer 1912 besuchte Gutsbesitzer Schou von Palsgård das Wohnhaus, welches Søren Knudsen „Glud Musæum“ nannte. Und obwohl es ein privates Unternehmen mit einer etwas unsicheren Zukunft war, bekam Søren Knudsen von ihm einige hundert Kr. in seine sehr magere Børse. Später wurden noch gut 300 Kr. in den Gemeinden Glud, Hjarnø und Skjold eingesammelt. Etwas sehr wesentliches fehlte im Haus – ein Ofen für die Stube, die des Ofens wegen Kachelstube heißt. So ein Ofen war schwer zu finden, da ausrangierte gußeiserne Öfen zu neuen umgegossen wurden. Die Rettung kam von Gutsbesitzer H. Holst, Brandberg bei Jelling, der Søren Knudsen einen sehr stilvollen Ofen von 1797 schenkte. Und um das Geschenk zu vollenden, bezahlte Gutsbesitzer Holst auch die Fracht nach Horsens. Inzwischen war der „Museumsverein für Glud und Umgebung“ gestiftet. Aber das Unternehmen wollte nicht recht laufen. Erst als Lehrer H. Jørgensen Vorsitzender wurde, begann es vorwärts zu gehen. Ein Museum kann nicht ohne jährlichen Zuschuß bestehen, und Søren Knudsen wollte nicht mehr selbständiger Museumsbesitzer sein. Das Museum wurde dem Museumsverein zum Kauf angeboten. Obwohl die Bedingungen sehr günstig waren, kaufte der Verein es erst, als Gutsbesitzer Schou von Palsgård einen größeren Betrag dazu versprach. Søren Knudsen hat geschrieben: „Schon zu der Zeit war es einigermaßen vollständig und stilvoll ausgestattet. Die Gesindestube sollte ja im „Renaissance-„ und „Barockstil“ gehalten werden. Diese Stube kann wohl als die merkwürdigste alter Stuben dieses Landes gerechnet werden. Die eingebauten Möbel an den Wänden sind die ursprünglichen, das schöne Getäfel am Tischende hat Würde, und der Alkoven sieht schön aus. – Könnte er sprechen, könnte er vieles über Frieden und Furcht, über Liebesspiele und Schmerzensschreie der Geburten und Krankheiten, über schwellende Kräfte und des Todes letzten Schauer, über beginnendes und endendes Leben erzählen. – Erst Ehebett, dann Gesindebett, danach einige Jahre auf die Bodenkammer, um wieder auf den alten Platz zurück zu kommen. – Das sind wechselnde Verhältnisse. – Die „Kachelstube“ (s.o.) ist im Rokokostil mit starken Farben überall, Türen- und Schrankfüllungen mit lieblichen „Rosenzweigen“ dekoriert.“
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Glud Museum, Museumsvej 44, Glud, 7130 Juelsminde Tlf. 7568 3082 E-mail: post@gludmuseum.dk |
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