Marthas Haus -
ein 200-jähriges Landarbeiterhaus
Im Jahr 1995 hat Glud Museum das bescheidene Fachwerkhaus in Skjold, Kirkevej 8 b, Katasternummer 27 a, gekauft. Das Häuschen hatte seit 1991 leer gestanden. Der letzte Bewohner, die Köchin Martha Henriksen, war in ein Pflegeheim gezogen und war ein halbes Jahr später gestorben.
Das Haus wurde mit Hinblick auf späteren Wiederaufbau abgetragen. Das Museum hatte sich schon seit längerem für das kleine Fachwerkhaus interessiert. Schon 1988, während Martha Henriksen noch dort wohnte, wurde das Haus gründlich untersucht und von studierenden der Bautechnischen Hochschule Horsens vermessen. Das Material haben uns ein genaues Wissen über das Schicksal des Hauses und eine solide Grundlage für den Wiederaufbau gegeben.
Mit diesem Haus – Marthas Haus – wird eine Lücke im Bestand des Museums ausgefüllt. Das Haus repräsentiert die zweitniedrigste soziale Stufe im Dorf. Das Museum hatte noch kein Haus, in welchem die Bewohner ein kombiniertes Einkommen aus eigener Landwirtschaft und Arbeiter- oder Handwerkerlohn hatten. Die meiste Zeit des vergangenen Jahrhunderts war das Haus nur ein Wohnhaus. Doch Dank der langen Kontinuitet der Besitzerreihe sind zu keinem Zeitpunkt radikale Modernisierungen gemacht worden.
Das Museum hat vor, den Plan des Hausens mit Wohnung und Ställen wiederzugestalten.
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